Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Agnes.

nen von den Prinzen ſprichſt, beweiſt mir beſſer als Alles, wie unbefangen Du dem Einzelnen, den ich zu⸗ erſt nannte, gegenüber ſein mußt!“

„Wahrhaftig! das bin ich, er iſt mir völlig ge⸗ fahrlos.“.

„Was haſt Du eigentlich an ihm auszuſetzen, da Du zugiebſt, daß er die gewöhnlichen Prinzen⸗Fehler nicht hat?“.

„Er hat keinen Ernſt.“ 4

„Und das vermiſſeſt Du an ihm? Liebes Kind, welch glorreicher Triumph für die Verfechter der Ergän⸗ zungstheorie in der Liebe!“

MNicht doch, lieber Vater, ich kann ſehr ernſt ſein,“ verſetzte Agnes, und der Ausdruck ihrer veränderten Züge bekräftigte die Wahrheit ihrer Worte.„Ich kann ſehr ernſte Gedanken haben, wenn ich allein bin.“

4„Das kann Waldheim vielleicht auch, wenn er e

in iſt.“

„Nein, das kann er nicht. Denn nicht nur daß ich ſehr ernſte Augenblicke habe, es giebt auch Dinge für mich, die ſo ernſt ſind, daß ich ſie nie im leichten Ge⸗ ſpräch berühren könnte. Waldheim aber ſch 5 über Alles.“

Albs ihr Vater nachdenkend ſchwieg, ſagte ſte nach einer Pauſe:„‚Aber warum nimmſt Du ſeine Parthie?