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den heranwachſenden Kindern auf Blankenau, mit
denen die jungen Leute reichlich geſegnet waren. Der alte Strandvogt ſah ſeine Enkel noch im Boote auf der See das Segeln lernen und Mutter Ilske lehrte ihren Enkelinnen das Stricken. Als ſie endlich hoch betagt ſtarben, gingen ſie gern aus dieſer Welt, denn ſie fühlten ſich ermüdet von der langen Arbeit des Le⸗ bens und ſehnten ſich nach der Ruhe im Himmel, die ja für uns Alle die herrlichſte und lieblichſte iſt, die wir erhoffen können. Darum war der Schmerz der Ueberlebenden auch weniger groß, ſie gönnten den braven Eltern den Frieden, den ſie ſelbſt einſt zu er⸗ ringen hoffen, denn Beide leben, obwohl betagt, noch heute und freuen ſich ihres Daſeins im Gedeihen ihrer Kinder und Kindeskinder, die die Bevölkerung von Rügen um eine erkleckliche Zahl vermehrt haben.
Das Kiekhaus ſelber verſchenkte Waldemar, als die Eltern geſtorben waren, an Pieſing den Aelteren, der ihm ſo viele Freundſchaft im Leben erwieſen, und bis in die letzten Tage ſeines Lebens gab es keinen Menſchen auf Rügen, den der rieſige Mann höher ge⸗ achtet und mehr geliebt hätte, als den Sohn ſeines ehemaligen Herrn, den Strandvogt von Jasmund auf Blankenau, wie er ihn ſpäter nannte.
Auf Pulitz endlich, denn das müſſen wir doch


