Teil eines Werkes 
4. Theil (1860)
Entstehung
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ſie Mängel, Verfall und Häßlichkeit, wo Andere voll Beifall und Sympathie waren. Ganz beſonders red⸗ ſelig aber wurde ſie, wenn von Frankreich und ſeinen Bewohnern die Rede war, was auf Rügen natürlich ſehr oft geſchah, und gar zu gern leitete ſie das Ge⸗ ſpräch auf die Occupationszeit, die ſie mit ſtolzem Selbſtgefühl die große Zeit ihrer Jugend nannte. Alle Franzoſen waren in ihren Augen glorreich, er⸗ haben, klug und geiſtreich, alle Deutſchen und Schwe⸗ den dagegen kleinſtädtiſch, ſtümperhaft gehildet, halb wild und im Ganzen erbärmliche Creakuren. Sie liebte es auch ſehr, mit franzöſiſchen Brocken um ſich zu werfen und mit ihrer Kenntniß dieſer Sprache und Literatur ſich zu brüſten, während ſie eingeſtand, ſeit Jahren kein deutſches Buch mehr geleſen zu haben, noch ferner leſen zu wollen, da ſie alle langweilig, ſchülermäßig und ohne alle geiſtige Würze wären. Von ihrer Jugendliebe ſprach ſie mit feuriger Be⸗ geiſterung, und Colonel Caillard war der einzige Mann, der ihr als das vollkommenſte Muſter cavaliermäßi⸗ ger Größe galt. Er würde ſie geheirathet haben, er⸗

zählte ſie ſehr oft, wenn ihn der ſchändliche Strand⸗

vogt von Jasmund beiläufig ein Mann, den alle Menſchen in Bergen auf Händen trugen nicht meuchleriſch im Hohlweg der Prora überfallen und

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