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ſen, ſondern als alte Jungfer, die des Lebens ſchim⸗ mernden Lenz hinter ſich hatte, und verbrachte ihre Zeit mit Seufzen und Stöhnen über die Vergänglich⸗ keit alles Schönen auf Erden und mit Erinnerungen, wie ſie wohl nicht geglaubt, ſie jemals bezwingen zu müſſen, als ſie jung, reizend und hoffnungsvoll war. Mit ihrem ſchnell ſich verändernden Aeußern hatte auch ihr Charakter eine Umwandelung erlitten oder wenig⸗ ſtens mehr und mehr die Form ausgeprägt, die er ſchon in früheren Jahren im Keime gezeigt. Wie ihr einſt ſo zierlicher Körper, von weißer und roſiger Haut
umſpannt, in allen Reizen des Jugendlenzes geblüht,— ſo war er jetzt welk, zuſammengetrocknet, von einer gelblichen Hülle locker umgeben, auf der keine Spur von der ehemaligen friſchen Blüthe zurückgeblieben war. Ihr braunes Auge allein hatte noch Glanz und Leben behalten, aber es lag tief in dunklen Höhlen und blitzte und flammte mehr, als es leuchtete und wärmte, ja bisweilen hatte es ſogar etwas peinlich Stechendes, Verwundendes, namentlich wenn ſie von dem Glücke Anderer ſprach oder hören mußte und da⸗ bei an das eigene verſcherzte Glück zu denken gezwun⸗ gen ward. Ihr einſt ſo reiches, goldblondes Haar hatte zwar immer noch, wenn die Kunſt es auffriſchte, einen Schimmer des früheren Lichtglanzes bewahrt,
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