dunklen Augen ſprühte ein unheimliches, dämoniſches Feuer, als ſie den Mann erkannte, der ihrem Gebote zuwider die Ruhe unterbrach, in die ſie ſich zurückge⸗ zogen, und ſie ſchaute ihn damit verwundert und kalt vom Kopfe bis zu den Füßen an, anſtatt beſcheiden vor ihm das Auge zu ſenken, wie es wohl den Um⸗ ſtänden und ihrer eigenthümlichen Lage angemeſſen geweſen wäre.
Da ſie auf des Eintretenden Anrede nichts erwi⸗ derte, ſondern fortfuhr, ihn ſcharf und faſt kritiſirend anzuſchauen, ſo wiederholte Waldemar ſeinen Gruß und fügte ihren Namen hinzu, was er ſeit vielen Jahren nicht gethan, aber womit er jetzt unzweifelhaft die lange in ihr erloſchene Vergangenheit aus ihrem Schlummer wecken wollte.
„Guten Abend, Gylfe Torſtenſon,“ ſagte er.„Sie kennen mich doch? Ich bin Waldemar Granzow, der einzige Freund Magnus Brahes, des Erben dieſes Hauſes, den wir ſo eben zur Ruhe beſtattet haben, und ich komme von der Gruft zurück, um Ihnen zu ſagen, das die traurige Ceremonie beendet iſt—“
Gylfe hob gebieteriſch die Hand, als wolle ſie dem Redenden Schweigen auferlegen.„Was wollen Sie bei mir,“ ſagte ſie mit einem erzwungenen kalten und trockenen Tone, der dennoch die Bewegung verrieth,


