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nicht für ihre Gefühle und man muß in Beurtthei⸗ lung ſolcher Dinge billig ſein.“
Gyſela entfernte ſich und kam bald darauf mit der Meldung zurück, Gylfe wolle ihn weder ſehen noch ſprechen, ſie habe nichts mehr mit ihm zu theilen und wünſche ihm ſo viel Glück im Leben, wie ſie ſelber in dieſem Augenblick genieße.
Als Gyſela dieſe Beſtellung mit aller Ruhe aus⸗ richtete, ſchoß dem Freunde Magnus Brahe’s das Blut in's Geſicht. Sein männlicher Stolz war verletzt und in dieſer Beziehung war ſelbſt der einfache und ru⸗ hige Waldemar empfindlich.„Wie,“ rief er verwun⸗ dert aus,„ſie will mich nicht ſehen? Hat dieſe Dame auch in Bezug auf mich einen ſo feſten Willen? Nun, wohlan denn, der meinige iſt noch feſter, und ſo werde ich gegen ihren Willen vor ihr Auge treten und, wenn ſie mich reizt, ſoll ſie meine ganze Meinung erfahren.“
Nach dieſen Worten verließ er raſch das Zimmer des Kaſtellans und gleich darauf krachten unter ſei⸗ nem wuchtigen Tritt die Stufen, die nach dem oberen Stockwerk führten, dieſelben Stufen, die noch vor we⸗ nigen Tagen das Blut des edlen Grafen erbihet hatte.
Ohne irgend eine Rückſicht zu nehmen und auf
dem Geſichte noch die Spuren der Erregung tragend,
Der Strandvogt. IV.


