Teil eines Werkes 
4. Theil (1860)
Entstehung
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bekümmerten Herzens die Treppe hinab, denn er wußte vorher, daß er bei dem Kaſtellan keinen troſtreichen

Anblick haben werde.

Als er bei dem Alten eintrat, fand er die ganze Familie noch beiſammen; ſie hatten aufgehört zu wei⸗ nen, als ſie aber Waldemar's anſichtig wurden, brach ihr Kummer wieder hervor und Aller Augen floſſen von Neuem über.

Da fühlte der ſtarke Mann ſich ſelbſt zum Trö⸗ ſter berufen und mit warmen und lebhaften Worten ſprach er ſeine Meinung aus, daß auch der Schmerz

8 ſein Ende haben müſſe, wie die Freude ihn habe, und daß es Pflicht ſei, ſich in Gottes Willen zu fügen, da man als Menſch nicht immer die Erfüllung aller Wünſche beanſpruchen dürfe.

Alle traten bei dieſen Worten an ihn heran, er⸗ griffen ſeine Hände, als wären ſie ein Theil von dem Hingegangenen und weinten in ſeiner Nähe ſich noch einmal von Herzen aus, bis ſie endlich gefaßter wur⸗ 6 den und ein ruhiges Geſpräch über die vorliegenden Verhältniſſe führen konnten, wonach Waldemar zuletzt ſeinen Entſchluß ausſprach, ſchon am folgenden Tage Spyker verlaſſen und ſich zu ſeinen Eltern nach Saſ⸗ ſenitz begeben zu wollen.