Teil eines Werkes 
4. Theil (1860)
Entstehung
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der Andere, wohin der Eine ſtrebte, dahin ſtrebte auch der Andere. Nun aber war dieſe Lebensbahn plötz⸗ lich abgeriſſen, der Hafen war verſandet, der Anker hielt nicht mehr, Waldemar war auf ſich ſelbſt, auf ſeine Kräfte allein angewieſen, und zum erſten Mal auf eigenen Füßen ſtehend, mußte er ein neues Leben beginnen, erkämpfen, da ihm das alte an der Seite ſeines Freundes verſchloſſen war. Darüber nun trau⸗ erte und klagte er nicht, wie er überhaupt nie klagte, denn dazu war er zu ſtark, zu willenskräftig, zu gott⸗ ergeben, wie der Mann es ſein ſoll, dem der Schöpfer in ſeiner Güte ſo viele Fähigkeiten verliehen; auch hoffte er ſich allein das Leben unterthänig machen zu können und einen Hafen zu finden, in dem er ſein Schiff ruhig vor Anker legte, wenn der ſtürmende Abend käme; nein, er trauerte vielmehr darüber, daß Magnus Brahe der Boden unter den Füßen ſo raſch weggezogen war, daß das ſchöne Leben ſo früh für ihn geendigt, daß nicht die Freude, nur der Schmerz ſein letzter Begleiter auf Erden geweſen und daß nun durch ſeinen plötzlichen Hintritt eine Lücke in ſeinem

eigenen Leben entſtanden war, die kein anderer Menſch

jemals wieder würde ausfüllen können. Ja, ja, ſagte er, nachdem er dies Alles im mStil⸗ len bedacht, nun im leiſen Selbſtgeſpräch,Magnus