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Troſte fand, und ſeufzte bald laut, bald ſtarrte ſie in gedankenloſer Verſunkenheit vor ſich nieder oder in die öde Winterlandſchaft hinaus.
Auch Waldemar Granzow hatte ſich, ſobald die
Trauerfeierlichkeit beendet war, in die Einſamkeit des oberſten Thurmzimmers zurückgezogen, welches ſein Freund durch den letzten Aufenthalt darin in ſeinen Augen für ewig geweiht hatte. Von hier aus ſchaute er über das vor ihm liegende Land bis weit auf das Meer hinaus, welches beides, ſo weit ſein Auge reichte, von demſelben ſtarren Leichentuche bedeckt war, das nun auch ſeinen beſten Freund auf dieſer Erde ein⸗ hüllte. O, wie er ſo daſaß und ſeine Gedanken und Blicke über die unabſehliche Ferne ſchweifen ließ, in der auch Magnus mit ſeinen Wünſchen und Hoffnun⸗ gen ſo gern geweilt, da trat ihm noch einmal in ſei⸗ ner ganzen urſprünglichen Milde und Weichherzigkeit der Mann vor Augen, der ſchon als Knabe an ſeiner Seite geſtanden und mit dem er die frohe Jünglings⸗ zeit auf jener blauen See durchlebt hatte, die da fern von ihm gegen die wogenden Eisſchollen tobte und brauſte, welche die ganze Küſte von Rügen wie mit einem ſchützenden Gürtel gegen die tobende Brandung umſchloſſen. Dieſer Knabe, dieſer Jüngling, dieſer Mann war ihm mehr als ein Freund, er war ihm


