Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Haus ſchallenden Schuſſe aufgeſchreckt, aus des Kaſtel⸗ lans Zimmer und von dieſem gefolgt, in die Höhe eilte, flog er faſt an ihm vorüber durch die Hinterthür des Hauſes, wo ſein Pferd ſtand, warf ſich, ohne einen Blick rückwärts zu werfen, hinauf und jagte, von ſeinen Leuten gefolgt, den Wagen mit der Beute und ſeinen eigenen Sachen im Stiche laſſend, weil die Pferde ihm zu langſam zu laufen ſchienen, aus dem Schloßhofe mit raſender Eile dem See zu, deſſen dicke Eisfläche ihn ſicher aufnahm, worauf er denn bald den Augen der ihm etwa Nachſchauenden ent⸗ ſchwunden war. Unterdeſſen aber herrſchte im Schloſſe ſelbſt die tiefſte Beſtürzung. Waldemar, von faſt allen Haus⸗ bewohnern gefolgt, und ahnend, was Magnus in ſei⸗ ner Abweſenheit gewagt hatte, ſtürzte die Treppe hin⸗ an. Aber da ſah er Alles, was er zu finden gefürch⸗ tet, nur in noch viel traurigerer Geſtalt vor ſich lie⸗ gen. Magnus, in ſeinem Blute ſchwimmend, war einige Stufen der Treppe hinuntergeglitten und ſeine Augen, dem Schließen nahe, ſuchten, von Einem zum Andern irrend, die Seinigen auf, um ſich noch ein⸗ mal an ihrem Anblick zu laben. 3 Waldemar ſtürzte auf die Kniee zu dem Blutenden nieder und preßte in wilder Haſt die Hand auf die