Wundo, die er ſogleich entdeckte.„Magnus!“ rief er ſtöhnend vor Angſt und Schmerz,„mein Gott! was iſt geſchehn?“
„Waldemar,“ flüſterte der junge Mann mit lächeln⸗ der Miene, auf die ſchon der Tod ſeine leſerlichen Züge ſchrieb,„laß ſie bluten— Du ſtillſt ſie nicht. Gott hat es ſo gewollt, der Franzoſe hat mich getroffen— ehe ich ihn traf. Vielleicht iſt es— beſſer ſo. Ich bin zufrieden. Dir aber, Dir— vererbe ich meine Rache— räche— mich!“
„Die Rache ſteht in Gottes Hand, Magnus!“ ſagte
Waldemar feſt und mild, ſelbſt in dieſem ſchweren
Augenblick ſeine ganze männliche Faſſung bewahrend. Und dem Kaſtellan und den umſtehenden Dienern einen Wink gebend, hoben ſie den Sterbenden auf und tru⸗ gen ihn in das nächſte Zimmer, von wo ſie ſogleich einen reitenden Boten nach Sagard ſendeten, um den Arzt herbeizurufen, trotzdem es Allen einleuchtend war, daß derſelbe hier von keinem Nutzen mehr ſein konnte.
Ende des dritten Theils.
Druck von Philipp Reclam jun. in Leipzig.


