Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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verſuchte, ihm die Antwort ſchuldig zu bleiben und

die erſte Treppenſtufe zu gewinnen, um raſch ſeine

Leute und ſein Pferd auf dem Hofe zu erreichen.

Aber auch auf dieſe erſte Stufe folgte ihm der für

ihn Namenloſe, deſſen ganzes Gebahren ihn aber er⸗

rathen ließ, daß er ein unbeſtreitbares Recht habe, in dieſes Haus ungeladen einzutreten.

Mein Herr, wiederholte Magnus wuthſchnau⸗ bend,ſind Sie kein Edelmann? He Sie ſchwei⸗ gen? Verſtehen Sie meine Sprache nicht, nein? Nun

gut, dann werden Sie dieſe verſtehen.

Doabei zog er eine Piſtole aus dem Gürtel, deren Hahn bereits geſpannt war, und richtete ſie auf den Kopf des Mannes, der bedeutend kleiner war als er.

Jetzt aber hielt es der Franzoſe für Zeit, zu be⸗ merken, was man von ihm verlange oder vielmehr, was man ihm aufgeſpart habe, wenn er noch ferner unthätig bleibe. Mit der Rechten, die er frei hatte, zog er blitzſchnell ſeinen Säbel aus der Scheide und ſtand ſo bewaffnet dem gewaltigen Gegner gegenüber. Dabei funkelten ſeine Augen unheimlich und ſeine Lip⸗ pen bebten, nicht aus Furcht, ſondern aus Blutgier, denn daß hier Blut fließen würde, ſagte ihm ſein ſoldatiſcher Inſtinct.

Wer ſind Sie? fragte er endlich, nicht um zu wiſ⸗

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