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Die in dem Zimmer Stehenden und Abſchiedneh⸗ menden, wie der Soldat geſagt, hatten keine Ahnung, was in ſo unmittelbarer Nähe von ihnen geſchah. Es war zwiſchen ihnen der Augenblick gekommen, den Major Caillard lange gefürchtet hatte und der ſich nun in der That noch ſchwerer erwies, als er ihn ſich vorgeſtellt. Wiederholt hatte er mit heiligen Ei⸗ den ſeine ewige Liebe verſichert und Gelübde geſpro⸗ chen, daß ſeine einſtige Wiederkehr kein leeres Ver⸗ ſprechen ſei. Umſonſt, Gylfe Torſtenſon konnte ſich von ihm nicht trennen; im letzten Augenblick alle Zu⸗ rückhaltung bei Seite ſetzend, hing ſie an ſeinem Halſe, ſchluchzte laut und nannte ihn mit den zärt⸗ lichſten Namen, immer wieder Eide und Gelübde for⸗ dernd, deren reichlicher Vorrath bei dem wortreichen Franzoſen bereits faſt erſchöpft war.
„Nein, nein, Francois,“ ſchrie ſie im höchſten Seelenſchmerz,„ich werde dieſe Trennung nicht über⸗ leben. Mit Dir geht Alles von mir fort, bei mir bleibt Nichts, Nichts als der Schmerz: Dich verloren zu haben und ſobald, vielleicht nie wiederzuſehen.“
Der im Herzen ſo kalte Franzoſe, dem ſelbſt dieſe ſüßen Worte und die enge Umſchlingung der ſchönen Arme des bethörten Mädchens keine wirkliche Empfin⸗ dung einhauchen konnten, hatte keine Worte mehr,


