Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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nicht einmal jener ſchreckliche Zwiſchenact abzukühlen vermocht, den wir mit eigenen Augen auf Spyker ſich entwickeln ſahen, als Caillard bei der Entdeckung der Anweſenheit Waldemar Granzow's weniger als Lieb⸗ haber, denn als Tyrann aufgetreten war; im Gegen⸗ theil, als ſie erſt die Ueberzeugung erlangt, Graf Brahe habe das Schloß ſeiner Väter verlaſſen und ihren eige⸗ nen Unternehmungen das Feld geräumt, hatte ſie ſich mit neuer Hingebung dem reuig erſcheinenden Anbeter gewidmet und durch ſeine mit Schmeicheleien überzuk⸗ kerten Erklärungen den Beweis zu erhalten geglaubt, daß nur ſein leidenſchaftliches Temperament und ſeine, keine fremde Einmiſchung duldende Liebe, zumal ſein Pflichtgefühl in einer nie erlebten Spannung geweſen, jene heftige Scene veranlaß habe, daß aber durch alle dieſe unberufenen Zwiſchenfälle ſeine Neigung keines⸗ wegs abgekühlt oder gar gänzlich erloſchen ſei.

Gylfe, wie alle in Dingen des Herzens leichtſinni⸗ gen, eitelen und ihrem unſeligen Hange leidenſchaft⸗ lich ergebenen Mädchen, hatte dieſen oberflächlichen Verſicherungen um ſo mehr Glauben geſchenkt, als der reuige Liebhaber für die Folge Beſſerung verſprach und auch äußerlich in Miene und Geberde wilklich an den Tag legte, und ſo war das Verhältniß zwi⸗ ſchen Beiden das alte geblieben. Der Capitain aber,