Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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ten Franzoſen um das ſchöne Fräulein von Spyker halten mochte, im Schloſſe ſelbſt hatte wohl Niemand jemals die Ueberzeugung gehegt, daß dieſelben ernſt⸗ lich gemeint ſeien, Niemand ſagen wir, wovon wir jedoch die einzig und allein betrogene Gylfe ausneh⸗ men müſſen. Aber der ſchlaue Franzoſe hatte mit weislicher Ueberlegung ſeine zur Schau getragene Flamme bis zu den letzten Tagen mit künſtlicher Nah⸗ rung zu unterhalten gewußt, theils um den erſt halb geleerten Becher des Vergnügens bis auf den letzten Augenblick an den Lippen zu halten, theils aber auch, um mit Glanz und Beifall eine Rolle zu Ende zu ſpielen, die er mit herzloſer Gewandtheit bis zur voll⸗ endeten Täuſchung ſeines übelberathenen Opfers be⸗ gonnen hatte. Daß er im innerſten Herzen Gylfes längſt müde war und ihre ewigen Seufzer und Kla⸗ gen über ſeine Lauheit faſt unerträglich fand, geſtand er ſich nicht allein ſelbſt, ſondern das ſah auch Jeder⸗ mann ein, der nur einen einigermaßen klaren Blick für ähnliche Verhältniſſe beſaß, aber leider war dieſer Blick der verblendeten Schwedin verſagt und ſie war von ihrer ſchwärmeriſchen Neigung noch heute ſo arg um⸗ ſtrickt wie in früheren Tagen. Ja, dieſe unheilvolle

Neigung unheilvoll für ſie ſelbſt und noch unheil⸗ 3 voller für Andere, die ſchuldloſer waren als ſie hatte