Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Die Nothwendigkeit dazu ſehe ich nicht ein, auch haben wir ebenſowenig Flügel erhalten und können uns alſo auch beſcheiden wie ſie. Der Menſch über⸗ hebe ſich nie, weder was ſeine Kräfte und Fähigkeiten, noch was ſeine Wünſche und Neigungen betrifft.

Ja, ja, Du magſt Recht haben, aber heute muß ich fliegen, mich treibt eine unſichtbare Gewalt.

Und mich hält eine eben ſolche zurück ich kehrte lieber um, als daß ich vorwärts ginge.

Dieſe mit ernſtem Tone geſprochenen Worte brach⸗ ten Magnus einen Augenblick zur Ruhe. Er blieb ſtehen und ſah ſich nach dem Freunde um, der zwei Schritte hinter ihm her keuchte.Thu es, ſagte er, und laß mich allein mein Ziel erſtreben. Ich finde es, glaube mir, das weiß ich beſtimmt.

Ich habe daran noch nicht gezweifelt. Aber wo Du bleibſt, bleibe ich auch, Dein Ziel war immer auch mein Ziel, früher wie jetzt.

Wer weiß es!

Und wieder ſtürmte er vorwärts, als ob ein un⸗ bändiger Drang ihn in Bewegung ſetzte. Mit lebhaft gerötheten Wangen und funkelnden Augen ſchaute er nur in die Ferne, für das in der Nähe um ihn Lie⸗ gende, ſo ſchön es war, hatte er kein Auge, und hin⸗ ter ihm her, mit bleicherem Geſicht als gewöhnlich