Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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weil ſie in ihrer launenhaften Einbildung ſich in den Kopf geſetzt hatte: Schweden ſei ein eiſiges Land und entſpreche den warmen Gefühlen ihres Herzens nicht, eine Anſicht, die eben ſo unverſtändig wie falſch war, denn es giebt in Schweden eben ſo warme, ja heiße Gefühle, wie nur in irgend einem bei Weitem ſüdlicher gelegenen Lande der Welt. Im Stift zu Bergen wohnte ſie nun während der Abweſenheit des Grafen Brahe und ſeines Sohnes bis zum Ausbruche des Krieges; Magnus aber beſuchte ſie ſtets daſelbſt, ſo oft er die Inſel Rügen betrat, wobei er jedesmal ſeine Neigung für ſie wachſen fühlte, was er auch

durch Wort und That ſichtbar werden ließ, während

Gylfe dieſelbe ſtets ſo lange erwiderte, als ſie ihn in ihrer Nähe wußte, dagegen vergaß, ſobald er Bergen verlaſſen hatte.

Als nun beim Beginn des Krieges das Stift in Bergen zu einem Hospital für kranke Schweden, ſpä⸗ ter aber, nachdem die Franzoſen die Inſel beſetzt, zu demſelben Zweck für dieſe umgewandelt wurde, ver⸗ ließ ſie es und zog ſich nach Spyker zurück, nachdem ſie allen wiederholten Einladungen des Grafen, ihm nach Stockholm zu folgen, mit ſeltener Beharrlichkeit ausgewichen war. Hier in Spyker, frei von jeder

Fefſſſel, lebte ſie allein ihren Neigungen, die etwas we⸗