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Wellen ganz überfluthet wird. Nur hie und da auf der Seite der Tromper Wiek ragt eine etwas höhere Düne empor, die aller Vegetation und jedes verſchö⸗ nernden Steingerölles baar iſt, wie die ganze übrige
Landenge. Nirgends unterbricht ein belaubter Baum
die ſtille Eintönigkeit, nirgends erblickt das Auge ei⸗ nen Menſchen oder eine Spur ſeiner Hände Werke. Verlaſſen von Allem, was man im Leben ſo freudig erſtrebt, blickt der Wandrer nur den Himmel an, der ſich ſchweigend über ihm wölbt, und hört die See ihr ewiges Lied brauſen oder in leiſem Wellengemur⸗ mel in die Lüfte aushauchen, als wollte ſie wenigſtens etwas Geräuſch in ſeine Nähe bringen, um ihn ſich nicht ganz aus dem Bereich des lebendigen Weltalls träumen zu laſſen.
Waldemar Granzow betrat mit ſtillem Nachden⸗ ken, dem ſich allmälig ein eigenthümlicher Schauer bei⸗ geſellte, die ſchmalſte, nur etwa 600 Fuß breite Stelle der Landzunge am Breeger Bodden, und zuerſt einen Blick über das oſtwärts heranwogende Meer werfend, das von hier aus geſehen ſich wie ein rollender Berg geſtaltet, der ſich mit wilder Wuth auf den dürren Sand der Dünen ſtürzt, begrüßte er es mit Herzlich⸗ keit, als wäre er ſchon wieder lange davon getrennt geweſen. Je weiter und weiter er aber auf dem


