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kahlgewaſchenen Boden vorſchritt, der an manchen Stellen von Seewaſſer noch feucht war, das im vol⸗ len Sturmandrange vor einigen Stunden darüber hin⸗ weggeſpült, um ſo langſamer ging er, denn um ſo düſterer wurde ſein offenes Geſicht, um ſo verſchleier⸗ ter ſein kindlich treues Auge, da die troſtloſe Einſam⸗ keit, in der er ſich befand, ſeine jugendlichen Hoffnun⸗ gen umwölkte und ſein Herz mit einer Wehmuth füllte, die ihm ſonſt nicht eigenthümlich war. Magnus Brahe, ſein zärtlich geliebter Freund, trat vor ſein gei⸗ ſtiges Auge und die traurige Gemüthsſtimmung, die dieſen ſo oft ergriff, drohte auch ihn zu umſpinnen, indem ſie den lebensvollen Horizont ſeiner Zukunft mit düſteren Bildern bevölkerte.* „Was wird das Ende von dem Allen ſein?“ fragte er ſich wiederholt.„Wie lange werden wir ringen und wagen gegen des Geſchickes mächtige Sendboten? Wird er, werde ich ſiegreich aus dem Sturme des Lebens emportauchen, oder wird ihn, wird mich, vielleicht auch uns Beide, die erbarmungs⸗ loſe Woge verſchlingen? Ha! wie iſt mir ſo ängſt⸗ lich und bänglich zu Muthe, wie rauſcht mir das Meer heute nur Trauerlieder zu, und da— da krächzt eine einſame Möve mir ihren Grabesgeſang entgegen, als hätte ich noch nicht der Unglückspropheten genug!’“


