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„Geduldig? Ausharren? Glauben Sie das? 0 mon dieu! Was iſt das für ein Land!“
„Wir ſind auf dem Waſſer, Herr, und die Franzo⸗ ſen rechnen ſich ja zu den kühnſten Seefahrern.“
„Ja wohl, ja wohl, ich aber gehöre zur Landar⸗ mee und habe nicht gern mit der Marine etwas zu thun. Da— da kommt es!“
Und in der That, es kam, nämlich das Unwetter. Der Wind pfiff gellend über das Land von Südoſten her, die Wellen bäumten wild dagegen auf und die Schiffer ſahen ſich genöthigt, die Segel zu kürzen, wobei ſie nicht verhindern konnten, daß das kleine Boot wie ein Trunkener ſich geberdete und bald hoch auf den Waſſerkämmen ſchwebte, bald wieder, als wollte es den Grund der See aufſuchen, in die Tiefe ſank.
Alle dieſe jähen Bewegungen, denen die Inſaſſen des Bootes hülflos ausgeſetzt waren, wirkten je nach dem verſchiedenen Charakter derſelben verſchieden auf ſie. Der kleine Franzoſe, bis jetzt immer ſchwatzend, bald hoffend, bald fürchtend, wurde ſtill, wie wenn der Wind das Organ ſeiner Rede mit hinweggeweht hätte, aber ſein Geſicht nahm eine beinah unheimlich blaſſe Farbe an und er drückte ſich immer feſter und vertraulicher an ſeinen kräftigen Nachbar. Der Hol⸗


