wunderbar geſtalteten Felſen zu ergötzen, zwiſchen de⸗ nen ſich ſeltſame Grabſtätten, ungeheure Leichenfelder und rieſige Todtenhügel gruppiren, die kurzſichtigen Menſchen den Glauben eingeflößt haben, als ſeien die früheren Bewohner jener Landestheile an Geſtalt und Kraft ſelbſt Rieſen geweſen.
Doch wir wollten von der älteſten Geſchichte Rü⸗ gen's ſprechen, die ſich tief in das Schattenreich der Mythen verliert.*) Die älteſten Spuren der Bewoh⸗ ner der Inſel deuten ohne Zweifel auf das ſlaviſche und noch vor⸗ſlaviſche Heidenthum hin und noch heute finden wir dieſe Spuren in faſt zahlloſer Menge in Geſtalt von Tempel⸗ und Burgwallruinen, Opfer⸗ ſteinen, Gerichtsſtätten, ſogenannten Hünengräbern und verſchieden geformten Begräbnißſtätten auf. Wer die
*) Die folgenden hiſtoriſchen Einzelnheiten bis zur Zeit der Invaſion der Franzoſen ſind theils dem eben ſo intereſſanten wie geiſtreichen Werke: die Inſel Rügen, Reiſe⸗Erinnerungen von Ernſt Boll, entnommen, welches nachzuleſen iſt, wenn man noch
ſppeciellere Data aus der Rügen'ſchen Geſchichte zu hören verlangt,
theils Grümbke's vortrefflichen Darſtellungen der Inſel Rügen und Biesner's Abriß der Geſchichte Pommern's und Rügen's entlehnt, obgleich wir verſchiedene Bemerkungen auch manchen anderen Schriftſtellern verdanken, deren Namen zu nennen uns hier zu weit führen würde. Der Verf.
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