Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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tung des Charakters von Land und Volk, wie wir Beides noch heute vorfinden, ohne Zweifel ſämmtlich beigetragen haben.

Aber da begegnet uns zunächſt eine düſtere, von den Schrecken des Heidenthums umnachtete und mit den Täuſchungen der Fabel reich ausgeſtattete Zeit. Die Phantaſie des Menſchen, wir können es allerdings nicht läugnen, hat auf Rügen wunderbare Dinge ge⸗ ſchaffen, und die Poeſie hat ſich derſelben bemächtigt und ihnen einen Schein der Wahrheit umgehängt, wie man eine häßliche hölzerne Figur mit einem koſt⸗ baren Mantel drappirt und ihr dadurch das Anſehn eines lebenden Organismus' giebt. Die ruhigen For⸗ ſchungen klarſehender Gelehrten aber haben nachge⸗ wieſen, daß das Reich der Fabel hier weit geöffnet iſt, und daß von allem Göttlichen, Heldenartigen und Wunderbaren nur ſehr Weniges auf dieſer kleinen In⸗ ſel die Probe der Wahrheit verträgt. Aber auch ab⸗ geſehn von dieſen der Phantaſie und Poeſie angehö⸗ renden Fabeln iſt Rügen ſchön, ſeltſam und merkwür⸗ dig genug, und werden wir ſpäter noch Gelegenheit haben, die Reize des blitzenden Meeres zu bewundern, das ſich bald koſend und ſpielend an ſeine Seite ſchmiegt, bald brüllend und donnernd ſeine Dünen peitſcht, oder uns an der Pracht ſeiner Wälder und

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