Teil eines Werkes 
4. Theil (1854)
Entstehung
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häufiger aber in ſchlafloſer Nacht, an meiner Seele riß und, dunkle Schmerzen aus früherer Zeit wieder⸗ erweckend, manche ſchöne und heitere Stunde ungenoſſen an mir vorüberſtreichen ließ. Aber ach! ich mußte mich mit vielen Menſchen tröſten, denn welches Geſchöpf iſt frei von allen Seelenkämpfen und Erdenſchmerzen? Ich beſonders in meiner Stellung lernte ſo manches im Stillen getragene Leid kennen, ſah ſo manche Thräne um ein verlorenes Erdenglück fließen, daß ich mich allmälig auch an meinen Kummer gewöhnte und ihn wie ein altes Uebel betrachten lernte, welches mir nun

einmal als nothwendiger Begleiter auf meine irdiſche.

Wanderung mitgegeben war. Und ich ertrug es leichter als mancher Andere ſein kleineres Leid, denn mich umgaben tröſtende Freunde und eine immer noch Hoff⸗ nung hegende und dadurch Balſam in mein wundes Herz träufelnde Mutter.

In den Erfolgen meiner Berufsgeſchäfte war ich glücklich zu nennen. Ich gewann mehr und mehr das Vertrauen Höherer und Niedriger und erwarb mir mit einem guten Namen auch die Mittel zu einer äußerlich ſorgenfreien Lebenslage. In engerem Verkehr ſtand 6 ich mit ſehr Wenigen, meine alten Freunde waren mir die liebſten geblieben und immer inniger verknüpfte uns das wohlthuende Band vollkommener Ergebenheit

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