Teil eines Werkes 
3. Theil (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4 310

weichen Bette wohl zur Ruhe gebracht ſah, ſaß ich allein an ihrer Seite, ihre Hand nach langer Zeit ein⸗ mal ungeſtört wieder in der meinigen haltend.

und fühlſt Du Dich wohl bei mir, meine Mutter? fragte ich ſie im vollen Genuſſe meines kindlichen Glückes und ſtreichelte ihr die durchſichtigen, zarten

3 Kind! Wie kann eine Mutter ſich nicht wohl fühlen, bei einem Sohne, der ſo iſt, wie Du. Es iſt Alles ſo angenehm, ſo fein, ſo heiter bei Dir. Woher weißt Du das?

Ich fühle es ich rieche es ich athme es, ich habe das innere glückliche Bewußtſein davon. Gott hat mir das Licht meiner Augen genommen, aber er hat mir dafür das Licht der inneren Sinne gegeben, und dieſes Licht iſt ſtark und hell. Ich fühle und verſtehe Alles, ſelbſt die guten und die böſen Menſchen kenne ich heraus. 54 o8!l und wie gefällt Dir denn mein Freund und ſeine junge Frau?

Das bleiche Röschen? Ach, er iſt ſo gut wie ſie und ſie iſt ſo gut wie er das ſind liebe Leute Ernſt Goy iſt auch gut, nur zu heftig in ſeiner Liebe.. Das meint er nicht ſo die Natur hat ihn

nun einmal ſo geſchaffen.

es nur, damit Du ſiehſt, daß ich es weiß. Aber höre. Bei der ſanften Stimme des bleichen Röschens iſt es

Ich weiß es wohl und tadle ihn nicht, ich ſage

1 4 4