Gott
— 304— höre. Du wohnſt prächtig, für mich faſt zu prächtig,
biſt Leibanzt eines Herzogs, ſollſt herrliche Pferde,
Wagen und Diener haben— wer hätte das in Am⸗ ſterdam beim alten Humperdink gedacht! Gottes Wege ſind doch munderbar, und ich fange an zu glauben, daß Dn v ihm mit baſonders auten Abſichten auf die Welt g t biſt. 4, nder kann wiſſen und erkläre„Ernſt Goy, was eer Erſchaffung bezweckt hat? Wir könner uns ihm nur allein demüthig und dankbar e Rweiſen Wenn er mich aber vorzugsweiſe beglückt hat, ſo hat er auch Deiner nicht vergeſſen, denn ſiehe da, Du biſt wieder bei mir, und ich hoffe, unſere Ver⸗ binduns wird von jetzt an eine unauflösliche ſein.“ „Haha! Das wußte ich ſogleich, als ich Deinen
Brief las. Sieh, ich habe darum auch Alles verlaſſen,
3 Alles aufgegeben, um mich Dir ganz zu weihen.“ „Das iſt wieder ein Stück Deines alten Leichtſinns,
Ernſt Goy; wenn es Dir nun hier nicht behagte?“—
„O, beſorge das gar nicht. Warum ſollt' es mir nicht behagen? Da ich Dich hier ſehe und ſo munter
en, Geſtalt und Zügen— denn, nimm es mir nicht übel, Du biſt in Deiner ganzen Lrſcheinung ein
ſund, friſch und jugendlich, immer noch derſelbe ggute Kerl, obgleich ſo ganz und gar verändert in


