derte Neigung bewahrte, ſo entſchloß er ſich raſch, gab
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Lebensgefährten bei dieſer Wahl nicht geirrt. Er be⸗ ſaß noch immer ſeine alte Wander⸗ und Veränderungs⸗ luſt, und da wohlbekannte Fäden ſein Schickſal mit dem meinigen verknüpften und er mir eine unverän⸗
gegen meine Abſicht ſeine Anſtellung in Berlin ganz auf und langte ſchon in wenigen Tagen, ſobald er
einen Stellvertreter gefunden hatte, mit Sack und Pack 8
vor meiner Thür an. Ich war bei ſeiner Ankunft gerade nicht zu Hauſe
und fand ihn bei meiner Rückkehr äußerlich ſtolz und ſich in die Bruſt werfend, aber dennoch innerlich etwas
bedrückt auf dem Sopha in meiner Schreibſtube ſitzen. Zwar war ſein altes Gemüth, ſein heiteres Tempera⸗ ment, ſein ſtarker rüſtiger Körper unverändert, aber in ſeinem Auge ſpiegelte ſich unverkennbar eine gewiſſe Trübung wieder, die aus ſeinem Herzen herauf zu dämmern ſchien und mir ſogleich auffiel. Mit ſicht⸗ barer Rührung drückte er mir die Hand und dankte
mir für meine unvergängliche Freundſchaft. Er habe Alles verlaſſen, ſagte er, um zu mir zu kommen und
im Alter, wie in der Jugend wieder an meiner zu ſtehen.
„Aber,“ fuhr er fort,„Fritz, mein Junge, hör ich bin erſtaunt über Alles, was ich hier ſehe und


