Teil eines Werkes 
3. Theil (1854)
Entstehung
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waren, blieben viele unſerer Fahrzeuge und Geſchütze in den Untiefen derſelben ſtecken. Wir ſelbſt, die Gräben durchwatend, überſpringend und abwechſelnd hinein⸗ fallend, gelangten, von Kopf bis zu Fuß durchnäßt, endlich in die Stadt, was ein großes Glück für uns war, denn die Franzoſen folgten auf dem Fuße und wurden nur durch ein heftiges Kartätſchenfeuer von den Mauern ferngehalten.

So waren wir denn in Rheims. Wohl fanden wir unſere Kranken, von denen jedoch keiner ſo be⸗ deutend, wie geſchildert, verwundet war, aber wir mußten bei ihnen bleiben, ſtatt ſie mit uns zu nehmen, denn wir wären auf dem Rückmarſche ſammt ihnen ge⸗ fangen worden. Hier hörten wir auch, daß die Ruſſen ihren General St. Prieſt durch einen Schuß verloren, daß ſein Nachfolger im Kommando, als er es über⸗ nehmen wollte, vom Schlage gerührt, und daß daſſelbe auf den preußiſchen General Jagow übergegangen ſei, der aber bereits mit der Hauptarmee vorausgeeilt war.

Trotz der ſo eben ausgeſtandenen Gefahren und Mühſeligkeiten fühlten wir uns in Rheims doch aufge⸗ legt, uns einmal einen guten Tag zu machen. Vor allen Dingen beſuchten wir die weltberühmte Kathedrale und fanden dieſelbe von einer unglaublichen Menſchen⸗ maſſe beiderlei Geſchlechts gefüllt, um an einer Hoch⸗