— 12— 3 8 enthalt wurde der Befehl befolgt. Ich wurde mit Ernſt Goy und Suwarow nebſt einigen Wagen zur Erfüllung des Auftrages auserſehen. Meine beiden Gefährten hatten ſich bald beritten gemacht und ſo folgten wir denn raſch und ſo nahe wir konnten unſeren voran⸗ ſchreitenden Truppen.
Aber dieſer kurz ſcheinende Weg ſollte uns nicht leicht werden. Eine heilloſe Verwirrung zeigte ſich bald überall, links, rechts, vor und hinter uns. Die ganze Straße war mit erſchoſſenen Pferden, die ſich noch krümmten und wimmerten, mit todten Menſchen, umge⸗ worfenen Wagen und allen möglichen Gegenſtänden pedeckt. Es war mit einem Wort unmöglich, darauf fortzukommen.—
So waren wir denn endlich gezwungen, von dem eingeſchlagenen Wege abzuweichen, um nur raſch nach Rheims hinein zu gelangen, denn die feindliche Kaval⸗ lerie, die uns vorher umgangen hatte, ſchien geneigt, von. den Höhen auf uns herabzuſtürzen und das an ihren Brüdern begangene Unheil zu rächen. Wir ſprangen über die Gräben der Chauſſée hinweg und warfen uns, ſo ſchnell wir konnten, in die daneben liegenden Aecker und Wieſen. Aber auch hier war das Vorſchreiten mühſelig genug, denn da die Fluren von tiefen und breiten Waſſergriden vielfach durchſchnitten


