Teil eines Werkes 
3. Theil (1854)
Entstehung
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nahe geglaubt, nahm faſt keinen Einzigen auf, denn es war hoch und ſteil und die ermüdeten und erſchreckten Pferde konnten daſſelbe nicht erklimmen. Wie lange das Gemetzel, der Kampf mit dem Elemente und den Menſchen dauerte, ich weiß es nicht. Mein Kopf wir⸗ belte und über meine Augen legte ſich ein Nebel, der mich eine Weile der Gegenwart entriß. Als ich wieder aufſchaute, ſah ich nichts mehr von dem ſchönen Regi⸗ mente; kein Mann, kein Roß, außer einigen Gefangenen, entkam alle hatten die erbarmungsloſen Wellen in ihrem Schooße verſchlungen.

Man glaube nicht, daß dieſes unvermuthete und für uns ſo ſiegreiche Ereigniß von unſeren Truppen mit Jubel begrüßt wurde. Lautlos, bleichen Ange⸗ ſichts ſtanden ſie, das nie Geſchehene mit ihren er⸗ ſtarrten Sinnen bedenkend, und es bedurfte der wieder⸗ holten Zurufe ihrer Führer, ſie wieder in Ordnung und Bewegung zu ſetzen.

So zogen ſie ab nach Rheims, nur wir einige Zeit Zurückbleibende ſtanden noch an dem grünen Ufer der Vesle, um hier und da einen Arm oder ein Bein aus den Fluthen auftauchen zu ſehen. In dieſem Augen⸗ blick traf beim Lazareth der Befehl ein, einige Aerzte mit ein Paar Wagen nach Rheims zu ſchicken, um einige ſchwerverwundete Offiziere herauszuholen. Ohne Auf⸗