Teil eines Werkes 
3. Theil (1854)
Entstehung
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lanſſenden Schützen. Und das rettende Ufer, ſchon ſo

10 6 drängen, bald, von ihren Reitern geſtachelt, dehnten ſie

ſich wieder aus einander.

Und fort donnerte das Geſchütz und die Kugeln ſtreckten ohne Erbarmen Menſchen und Pferde nieder. Aber was geſchah da? Die Franzoſen, nicht wiſſend, wohin ſie ſich retten ſollten, blieſen eine Fanfare. Schon glaubten wir, daß ſie in raſendem Galopp gegen uns losſtürzen würden, um unſere Reihen wiederum zu durchbrechen, als wir ſie plötzlich ſchwenken und ſich den Ufern der Vesle zuwenden ſahen, deren jenſeitige Felder von keinem Feinde beſetzt waren und ihnen die einzige Rettung zu bieten ſchienen. Wenige Minuten dauerte es und das ganze Regiment, von immer ſtär⸗ kerem Feuer gelichtet, ſetzte in den Fluß, der ſeine Fluthen langſam dahin rollte, als bereite er ſich vor, in feier⸗ licher Stimmung ſeine Opfer zu empfangen.

Aber der dräuende Schlachtengott war diesmal gegen die bisher ſiegreichen Feinde. Es entrollte ſich ein entſetzliches Schauſpiel vor unſeren ſtarrgewordenen Augen. Die mit den aufgeregten Wellen kämpfenden und ſich einander niedertretenden Pferde mit ihren kühnen Reitern wurden jetzt von Ruſſen und Preußen beſchoſſen. Jeder aus dem Waſſer auftauchende Körper, ob Menſch oder Roß, war ein ſicheres Ziel der dicht an das Ufer