Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
Entstehung
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es mir gefallen würde. Ich wies denſelben anfangs zurück, denn ich beſorgte, die Kunde meines Aufent⸗ halts möchte bald in weitere Fernen dringen und ihm und mir Unannehmlichkeiten bereiten. Aber er war beharrlich, der gute Guardian, und wußte allmälig und ſtill meine Beſorgniſſe zu zerſtreuen. Eine lange geheime Berathung endlich führte uns zu einem Ent⸗ ſchluß, den wir auch bald darauf ausführten. Jener vortreffliche Pater Provinzialis, der im vorigen Jahre geſtorben iſt, beſuchte das Kloſter und ihm enthüllte ich mich vollſtändig, weil er mir ein großes Vertrauen einflößte. Er verſprach über meine Lage dem Ordens⸗ general in Rom zu ſchreiben, und er hielt Wort. Kraft einer ſchriftlichen Erlaubniß, die ich von dieſem erhielt und noch beſitze, befinde ich mich in dieſem Klo⸗

ſter, im Gewande und unter den äußerlichen Formen

eines Mönches, ohne es in der Wirklikkeit zu ſein. Still, Fritz, wundere Dich nicht zu ſehr, ich bin kein Prieſter und kein Pater, ich heiße nur ſo und ſehe nur ſo aus. Du haſt mich nie eine Beichte abhalten ſe⸗ hen, nie predigen hören, jetzt weißt Du den Grund davon. Ich war von allen Pflichten, die einem Mit⸗ gliede des Franziskanerordens auferlegt ſind, befreit; was ich indeſſen doch als ſolches gethan habe, habe ich aus freiem Antriebe gethan und weil ich es der