Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
Entstehung
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mit meiner Erziehung, meinen Ueberzeugungen, mei⸗ nen Religionsbegriffen überein.

Da kam ich nach Panten drüben am Rhein, um

den ſchönen Dom zu betrachten, der mir in Cöln als ein Meiſterwerk erſten Ranges bezeichnet worden war. Ich hielt mich ſtundenlang unter ſeinen himmelanſtre⸗ benden Säulen auf. Als ich heraustrat und an das Ufer des Rheines kam, um mit der Fähre überzuſetzen, fand ich den Guardian dieſes Kloſters deſſelben We⸗ ges ziehen. Wir fuhren zuſammen hinüber und wir ſprachen viel mit einander. Wie ihm meine Bedrückt⸗ heit auffiel, ſo zog mich ſeine leutſelige Güte, ſein feſtes und doch ſanftes Weſen an. Ich begleitete ihn nach ſeinem Kloſter, welches er mir zeigen wollte. Der ſchöne duftige Wald umher nahm mich auf nnd kühlte mit ſeinem undurchdringlichen Schatten mein heißes Blut. Zuerſt fühlte ich mich durch die tiefe Stille, die darin herrſchte, erſchüttert, allmälig kam eine nie gefühlte Stimmung des Friedens über mich. Ich blieb mehrere Tage bei dem gaſtfreien Mönch und er⸗ zählte ihm einzelne Abſchnitte aus meinem ſonderbaren Leben. Alles aber erzählte ich ihm damals noch nicht. Auch theilte ich ihm meine Wünſche und Hoffnungen, meine Sehnſucht und meine Bedürfniſſe mit. Er machte mir den Vorſchlag, bei ihm zu bleiben, ſo lange