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nen Vater ſchreiben können, Andere mochte ich nicht in Verlegenheit ſetzen, mit mir im Schriftwechſel ertappt zu werden, denn ich war ja ein Verurtheilter, ein Für⸗ ſtenmörder— aber eine unbezwingbare Scheu hielt mich auch von meinem Vater zurück, denn von ihm hätte ich auch ohne Frage gewiß mehr gehört, als mir für den Augenblick lieb geweſen wäre. Indeſſen iſt er geſund, ſein Alter iſt rüſtig, er kann noch lange leben — bis— bis meine Sendung erfüllt iſt. Stürbe er, ſo ginge ſein Vermögen auf ſeine jüngere Schweſter über— von dieſer würde es künftig immer wieder an mich zurückfallen, wenn andere Richter über meine That anders geurtheilt hätten. Ich hoffe aber, daß er leben bleibt, nicht um mir meine Wechſel zu zahlen, wie er bisher immer gethan, von wo ſie auch einlie⸗ fen, ſondern, um ihn noch einmal zu ſehen, noch ein⸗ mal an ſeinem Halſe zu weinen und ihm für ſeine vä⸗
terliche Liebe zu danken.“
„Ich war endlich genug herumgeſchwärmt und ſehnte mich nach Ruhe; aber nach Ruhe unter Men⸗ ſchen, denn ich wollte nicht wieder den Dämonen der Einſamkeit zum Raube verfallen. Wo ſollte ich dieſe aber finden? Wo ſind die Menſchen, wenn ihrer meh⸗ rere beiſammen ſind, ruhig? An ein Kloſter dachte ich
nicht, das lag mir ferner als Alles, das ſtimmte nicht


