Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
Entstehung
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die nächtlichen Arbeiten unterlaſſen, was indeſſen erſt geſchah, als es vielleicht ſchon zu ſpät war. Von den Beſuchern, die uns damals von Zeit zu Zeit beglückten, ſind mir vorzugsweiſe zwei im Ge⸗ dächtniſſe geblieben, theils weil ſie am häufigſten kamen, theils weil ſie zumeiſt unſer Elend uns erträg⸗ lich machten, denn die früheren alten Bekannten und Nachbarn, die ſonſt ſo häufig des Abends einen Buch⸗ weizenpfannkuchen bei uns verzehrt und aus des Va⸗ ters bleiernem Tabakskaſten ſich die Pfeife geſtopft hat⸗ ten, kamen jetzt viel ſeltener und die meiſten blieben allmälig ganz aus. IJene zwei vorher angedeuteten Beſucher waren ein Arzt und ein Geiſtlicher, beides junge Leute, ihrem Berufe treu ergeben und von warmen, tieffühlenden Herzen. Der Arzt hieß, glaube ich, Eichelberg, und iſt, wenn ich nicht irre, derſelbe, der erſt vor wenigen Jahren in Weſel als Phyſikus geſtorben und den Ruf eines geſchickten und braven Mannes mit in's Grab genommen hat. Zu ihm hatte meine Mutter ihre Zu⸗ flucht nehmen müſſen, als mein Vater unverkennbar mehr und mehr dahinſiechte, ohne jedoch irgend ein hervorſtechendes äußerliches Krankheitsſymptom zu ver⸗ rathen. Auch verordnete ihm der junge Arzt anfangs nichts als ein Glas ſtärkenden Weines und ſchob den 22