bitte Euch, nehmt Euch meines Jungen an, ich muß zu meinem Weibe eilen.“
Und mit dieſen Worten ſprang er davon und ich ſah ihn ſich mit ängſtlicher Geberde durch die Menſchen drängen, welche die Neugier oder irgend eine Beſchäf⸗ tigung auf die Rheinthorbrücke getrieben hatte. Bald darauf ergriff mich die kräftige Hand des Schmiedes und zog mich zum Stadtthore hin. Ich mochte dem lebhaft bewegten Manne aber wohl zu langſam gehen, denn er hob mich auf ſeine Arme und trug mich bei⸗ nahe im vollen Laufe in die Stadt. Aber nach weni⸗ gen Schritten ſchon wurde ſeine Eile gehemmt, denn die Straßen waren voller Menſchen, raſſelnde Spritzen jagten mit wüthender Haſt an uns vorbei und kreuz⸗ ten mehrere Male unſern Weg. Durch Nebengaſſen gelangten wir endlich in die Kreuzgaſſe, fanden dieſelbe aber geſperrt, denn es brannte darin an mehreren Or⸗ ten. 15 Nein Beſchützer ſetzte mich im Hauſe eines Be⸗ kannten ab, dann lief er raſch davon. Es dunkelte be⸗ reits. Man brachte Licht in das Zimmer, in welchem ich mich befand; eine mitleidige Frau gab mir hinrei⸗
chend zu eſſen, dann wurde ich müde und bald ſchlief eggin, Angſt, Blut und Tod vergeſſend, wie nur ein Kind ſchnell und ahnungslos das Unglück des Lebens
vergißt. 8


