dier, der ſoeben in die Mühle trat und einen blutigen Lappen um die linke Hand gewickelt trug.
„Der Junge hat Appetit und d ich habe kein Stück⸗ chen Brod für ihn.“
„Da kann ich helfen, Meiſert Da, bindet mir die Binde feſt— ſo, und nun faßt in meinen Brod⸗ beutel— habt Ihr das Brod?“ 1
„Ja,“ rief mein Vater und brach mir ein Stück von dem groben Kommisbrod des Verwundeten ab, welches mir vortrefflich ſchmeckte, aber kaum hinreichend war, meinen übergroßen Hunger zu ſtillen.
Kurz nach dieſer Zeit, ich glaube, es ging ſchon gegen Abend, kam ein Bürger, es war ein Schmied
und unſer nächſter Nachbar in der Kreuzſtraße, haſtig vom Rheinthore her in die Mühle gelaufen und rief laut den Namen meines Vaters. Dieſer ſprang ſo 1 gleich herbei und fragte, was man von ihm wolle
„Lauft nach Hauſe, Nachbar,“ verſetzte der Schmied,„lauft, lauft! Eine Granate iſt in Euer Haus gefallen und hat gezündet.“ 48
Mein Vater ſchlug die Hände über dem Kopfe zuſammen, konnte aber kein Wort hervorbringen, ſo⸗ ſehr hatte ihn der neue Schrecken übermannt. Endlich faßte er ſich, wies auf mich und rief:„Kamerad, ich


