Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

ſelbſt mit einigen warmen Tropfen zu meinem nicht geringen Entſetzen beſprützten.

Es war dies das erſte Blut, welches ich in mei⸗ nem Leben ſah und der erſte zerſtückelte Leichnam, in welchen vor meinen Augen, ſchneller als ein Gedanke, ein lebendiger Menſch, inmitten ſeiner Jugendkraft und Lebensthätigkeit verwandelt wurde. Ich ahnte damals nicht, daß es mir beſchieden war, in Zukunft viele ſolche Anblicke zu erleben und mehr Blut fließen zu ſehen, als einem fühlenden Weſen auf dieſer Erde lieb ſein kann.

Was kurz nach dieſem Vorfalle in der Mühle und um mich her vorging, weiß ich nicht mehr. Nachdem

ich aber einige Stunden, von Niemandem beachtet, in

meiner Ecke, vielleicht auf einer Pulvertonne, geſeſſen, empfand ich einen quälenden Hunger. Glücklicherweiſe erſchien um dieſe Zeit mein Vater wieder in der Mühle und ich bat ihn, mir etwas zu eſſen zu geben. Er zuckte die Achſeln und blickte ſich ſuchend um, aber er fand nichts für mich.

Du mußt warten, thörichter Junge, ſagte er, bis wir in die Stadt zurückkehren; warum biſt Du nicht zu Hauſe geblieben!

Was will denn das Kind? fragte ein Grena⸗