bald bringen mußten, zurückerwartete und wir auf den Ausgang des ungleichen Kampfes ſehr geſpannt den nächſten Tagen entgegenſahen, ereignete ſich in Bezug auf uns ein zwar unerwarteter, aber in Anbetracht der Zeitumſtände in Göttingen leicht erklärlicher Vor⸗ fall, indem ein Bote des Fürſten aus W... mit Cou⸗ rierpferden anlangte, der Herrn von Transfeld einen Brief überbrachte, worin es hieß:
„Angeſichts Dieſes, mein lieber Herr von Trans⸗ feld, begeben Sie ſich mit Ihrer ganzen Begleitung nach Darmſtadt, wo Sie mich ſelbſt treffen werden, da das Ordnen gewiſſer Familienverhältniſſe meine Reiſe dahin nothwendig gemacht hat. Ich hoffe, daß mein Sohn dieſem meinem Wunſche gehorſam ſich fügen wird. Graf Hohenheim, der Ihnen die⸗ ſen Brief überbringt, hat den Auftrag, Sie nach Darmſtadt zu geleiten.“
Herr von Transfeld las dieſen Brief erſt ſtill für ſich und gab ihn dann dem Prinzen, der unterdeſſen den Grafen Hohenheim begrüßt hatte, welcher ihm aller⸗ dings kein angenehmer Bote ſein konnte, da er mit ihm und ſeiner jetzigen Gemahlin, der ehemaligen Gräfin Wetterau, ſtets auf geſpanntem Fuße gelebt hatte. Als der Prinz den Brief geleſen, faltete er ihn ruhig zuſammen und ſagte lächelnd, gegen den Grafen gewandt:


