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mit großem Anſtande geſchah. Hiermit glaubte man die allgemeine Ruhe herbeigeführt zu haben, aber wir
ſahen noch nichts davon, denn anſtatt daß es ſtiller
auf den Straßen wurde, mehrte ſich der Lärm von Minute zu Minute und bald war der Markt abermals Kopf an Kopf gedrängt voll, worauf endlich eine Proclamation verleſen wurde, in und kraft welcher ſich alle Anweſenden gegenſeitig verpflichteten, die beſtehende Ordnung aufrecht zu erhalten, aber ſogleich eine Peti⸗ tion an den König zu ſenden und darin um eine Ständeverſammlung zu bitten, die das Wohl des treuen Volks berathe und dem Lande eine freie Ver⸗ faſſung gebe. Zur Unterzeichnung dieſer Petition fanden ſich nicht weniger als zweitauſend Bürger und fünfhundert Studenten auf dem Rath hauſe ein.
Als auch dies zu Stande gebracht und unterdeſſen der Abend herangekommen war, gickelte ſich eine neue Reihe von lärmvollen Schauſpielen ab. Dem guten Hofrath Langenbeck, dem natürlichen Widerſacher aller politiſchen Beſtrebungen, hatte man die Ehre zuge⸗ dacht, das Commando der bewaffneten Studenten⸗ ſchaar zu übernehmen; er hatte daſſelbe aber nur unter der Bedingung antreten wollen, daß man ver⸗ ſpreche, keine politiſchen Zwecke mit den bewaffneten
Commilitionen verfolgen zu wollen. Das galt für 4* 233I


