eine Beleidigung der zum Größten ſich berufen füh⸗ lenden Studenten, und man ſammelte ſich flugs vor dem Hauſe des friedliebenden Gelehrten und brachte ihm ein donnerndes Pereat, was ihn gewiß ſehr ein⸗ geſchüchtert hat, da es ganz grauſig durch die kalte Abendluft ſcholl. Bald darauf erhellten ſich die Fen⸗ ſter der Straßen und des Marktplatzes, und bei all⸗ gemeiner Illumination kamen die jetzigen Herrſcher voon Göttingen wieder auf dem Markte zuſammen und ließen, wunderbar genug, bald die kriegeriſchen Klänge der Marſeillaiſe und bald das friedliche God save the King erſchallen.
Wir lagen wieder im Fenſter und ſahen dem nächtlichen Treiben mit ſeltſamen Gefühlen zu. Der Prinz, der den ganzen Tag ſehr ernſt und ſchweigſam geweſen war und etwas mehr als wir Uebrigen ſeine innerliche Aufregung beherrſcht hatte, ſchüttelte wieder⸗ holt den Kopf und ſagte endlich, vom Fenſter zurück⸗ tretend und daſſelbe ſchließend:
„Das iſt eine ſchöne muſikaliſche Verbindung, die wir da eben gehört haben. Mit dem einen Fuße marſchiren ſie wüthend gegen alle Tyrannen und den andern ziehen ſie demüthig zurück und bitten Gott, ihnen ihren König zu erhalten und zu ſegnen. Da mache ſich Einer einen Vers d'raus! Das ſcheint mir
—


