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lebendig und warm. Ich könnte Dir gleich jetzt in dieſem Augenblicke etwas recht Intereſſantes erzählen.“
„Thu es,“ ſagte ich und ſtellte mich mit dem Rücken gegen den Tiſch, ihm das Geſicht zukehrend, das im Schatten blieb, während auf das ſeine der Schein meiner großen Lampe fiel.
Aber anſtatt mir zu antworten oder ſeine Erzäh⸗ lung zu beginnen, ging er eine Weile ſchweigſam mit ineinandergeſchlagenen Armen vor mir hin und her, blieb dann plötzlich ſtehen, ergriff meine Hand und ſagte langſam und feierlich, aber doch dabei von in⸗ nerer Aufregung ſichtbar durchbebt:„Ja, Kurt, ich will Dir, meinem beſten und vertrauteſten Freunde, die Gedanken enthüllen, die mich ſeit Monaten ver⸗ folgen, die ich nicht länger zurückweiſen kann und die ich endlich, endlich vor Dir in Worte kleiden muß. Kurt, mir ſind die Augen geöffnet und ich ſehe klar. Wie ſeltſam und unſeren früheren Anſichten fremd es aber iſt, was ich ſehe— es ſtimmt zu ſehr mit den Empfindungen meines Herzens überein, als daß ich an der Wahrheit deſſelben zweifeln könnte. Höre mich alſo an und unterbrich mich nicht, nachher magſt Du mir ſagen, was Du davon denkſt. Sieh, Kurt, ich bin der Sohn eines Fürſten, aber darauf lege ich, wie Du weißt, keinen beſonderen Werth in Bezug
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