Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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auf mich ſelbſt, und nur das, was die Menſchen in ihrer Geſammtheit betrifft, hat fürnmich einen großen Werth und einen dauernden Gehalt. Richte einmal Deinen Blick auf Deutſchland was ſiehſt Du da? Was? Iſt es nicht eine Schmach, was wir ſehen? Sind nicht Geſetze gegeben, um die Menſchen danach zu leiten und zu beſſern, und werden ſie von Denen ſelbſt beobachtet, die ſie gegeben und zu halten be⸗ ſchworen haben? Aber nun ſieh, mein Freund, Ge⸗ ſetze drücken immer nur das Bedürfniß der Geſellſchaft der Zeit aus, in welcher und für welche ſie verfaßt wurden. Neue Geſtaltungen und neue Zeiten ver⸗ langen auch eine Umgeſtaltung und Verbeſſerung der Geſetze. Das mag ſchwierig und nicht immer ange⸗ 3 nehm für Diejenigen ſein, welche ſie flicken oder gar von Neuem ſchmieden müſſen, aber es iſt einmal ſo, es muß geſchehen. Und warum muß es geſchehen? Das Wohl der ganzen Nation verlangt und bedarf es, und wenn die Fürſten von gleicher Geſinnung be⸗ ſeelt und für eine nationale Einigung und Erhebung begeiſtert ſind wie ihre Völker, ſo müſſen ſie endlich Hand anlegen zum großen Werke, das lange erwünſcht iſt und bald gefordert werden wird. Denn, mein Freund, es giebt für die Menſchen ein Recht der

geſchichtlichen Fortentwickelung, ein Recht auf Be⸗ 22*