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Geſchick und einen ungemein feinen Geſchmack, Blumen auszuwählen, zu ordnen und zu binden, weshalb mein Vater auch nie etwas dagegen einzuwenden hatte, wenn ſie ſich dieſer Arbeit unterzog, zumal ſie genau wußte, welche Blumen und Früchte ſie ſchonen mußte und welche ſie ſchneiden und brechen durfte.
Wenn ihr dann einmal ein Strauß recht wohl ge⸗ lungen, oder wenn die Pfirſiche, die Kirſchen, die Trauben recht auserleſen waren, beauftragte ſie oft mich, ihren Liebling, die Körbchen nach dem Schloſſe zu tragen, und ich ſtieg dann, ſtolz auf meinen Auf⸗ trag und mit möglichſter Behutſamkeit die ſteilen Bergpfade hinan, um im Schloſſe ſelbſt dem Kaſtellan oder dem dienſthabenden Kammerdiener die lieblichen Kinder Flora's und Pomona's zu überliefern.
Bei dieſen Gängen kam es denn nicht gar zu ſelten vor, daß mir Perſonen vom Hofe begegneten, und trat mir einmal die Fürſtin ſelbſt in den Weg, ſo rief ſie mich ſtets an, nickte mir freundlich zu und fragte:„Biſt Du wieder da, Kurt? Hat Deine Mut⸗ ter auch dieſe Blumen gewunden?“ Und auf mein ohne alle Schüchternheit geſprochenes:„Ja, Durch⸗ laucht!“ pflegte ſie dann wohl zu ſagen:„Grüße Deine Mutter von mir. Adieu, Kurt!“
Am liebſten aber trug ich Blumen und Früchte
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