Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Entbehrungen entſchädigte mich aber eine andere Un⸗ terhaltung, die ich ſogar, ſobald ich ſie nach Erwachung meines Selbſtbewußtſeins richtig würdigen lernte, mit zu den größten Genüſſen zählen muß, die mir in meiner Jugend vergönnt worden ſind.

Wenn nämlich in unſerm Hauſe einigermaßen Friede herrſchte, der Vater bei ſeinen Geſchäften und das Hausweſen vollkommen in Ordnung war, liebte es meine Mutter, einen Spaziergang in die freie Natur zu unternehmen und denſelben oft eine Meile weit nach irgend einer Richtung in der Umgegend des Schloſſes auszudehnen. Sie nahm mich dabei ſehr gern mit, zeigte mir alles Bemerkenswerthe, machte mich auf jedes Schöne aufmerkſam und weckte ſo in mir die Vorliebe für eine herrliche Natur, deren Weben und Walten ſie mit einer unnachahmlichen Spürkraft auch in den kleinſten Aeußerungen der⸗ ſelben zu entdecken vermochte. An ihrer Hand ein⸗ herhüpfend und ihren milden, belehrenden Worten lauſchend, hatte ich auf dieſe Weiſe ſehr bald die nähere Umgebung unſeres Städtchens kennen gelernt, und über Wieſen, Fluren und Aecker hin ſtrebten wir, je älter ich wurde, in um ſo weitere Ferne, bis wir end⸗ lich unſre Ausflüge ſogar bis auf jenen ſ ſpitzen Bergkegel ausdehnten, der beinahe eine Meile von unſrer Wohnun