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nicht gern etwas zu thun; er redete in der Regel nur
wenige Worte mit ihm, reichte ihm kühl die Hand
und verließ ſtets haſtig das„traurige Haus im Para⸗ dieſe“, wie er unſere Wohnung nannte, über das er ſo oft vergebliche Segenswünſche ausgeſprochen hatte.
Meine Mutter beſaß allerdings einige gleichaltrige Freundinnen in der nahen Stadt, meiſt Frauen von Beamten, wie ſie ſelber, aber dieſe kamen auch nur ſelten zum Beſuch, denn der Kummer meiner Mutter war zu groß, um ſich ihnen ganz mitzutheilen, und allein aus dieſem Grunde, vermuthe ich, zählte ſie unter ihren näheren oder ferneren Bekannten keine einzige wahre Herzensfreundin. Viele Frauen ſogar, mit denen ſie ſehr gern ſprach, wenn ſie einmal in der Stadt war, fürchteten ſich, unſer Haus zu betre⸗ ten, da ſie nie wiſſen konnten, ob der Dämon darin entfeſſelt ſei oder nicht, und ob ſie nicht einem Fami⸗ lientrauerſpiel entgegengingen, deſſen Anblick keinem zartfühlenden Menſchen Freude und Wohlbehagen verurſachen kann. ½
Eine große Abwechſelung in meinem Leben ward mir in der frühſten Jugend alſo nicht zu Theil; Spiel⸗ kameraden hatte ich eben ſo wenig, denn auch die Kinder der Nachbarſchaft flohen unſer Haus oder
wurden abſichtlich davon fern gehalten; für alle dieſe


