Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Nüchternheit vermied. In letzterem Zuſtande war er, wie ſchon erwähnt, ſehr ſchweigſam, zurückhaltend, faſt menſchenſcheu, und das nahm mit den Jahren und dem allmäligen Verfall ſeiner Geſundheit in einem ſo hohen Grade zu, daß er zuletzt nur zu ſei⸗ nen Untergebenen das Nothwendigſte ſprach und ſelbſt die gewöhnlichen Abendunterhaltungen mit mei⸗ ner Mutter fallen ließ.

Nur zuweilen ſuchten einige reiche Gutsbeſitzer oder Pächter aus der Nachbarſchaft ihn auf, um ſei⸗ nen Rath einzuholen, den er ihnen gern ertheilte, ſobald es einem ſeine Kunſt betreffenden Gegenſtande galt. Alle Leute in der ganzen Umgegend kannten ſeine Einſicht und ſeinen guten Geſchmack, und wo es alſo einen hübſchen Park oder einen reizenden Garten anzulegen gab, mußte er immer ſeine Meinung ſagen oder wohl gar Pläne entwerfen, die dann genau nach ſeiner Angabe ausgeführt wurden.

Auch der Pfarrer, mein Großvater, beſuchte uns jedes Jahr ein⸗ oder zweimal, aber er hielt ſich nie lange auf; 1 ſprach nur mit der Mutter einige Stunden ſehr angelegentlich und lebhaft, küßte mich, ſtrich mir das dunkle Lockenhaar aus der Stirn und ermunterte mich, recht fleißig zu ſein, damit ich ein tüchtiger Gelehrter werde. Mit dem Vater hatte er