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zweifeln konnte, da ſie nie die Unwahrheit ſprach, war mir ein wahrer Troſt, denn mich mit einem ſol⸗ chen Namen ſelbſt von meinem unzurechnungsfähigen Vater nennen zu hören, wäre mir ein Vorwurf ge⸗ weſen, den meine jugendliche Philoſophie von mir ab⸗ zuſchüttein ſich vergebens bemüht hätte. Wie geſagt, lange ſchwirrten die gehörten Worte in meinem Ge⸗ dächtniſſe, ich ſprach ſogar noch einmal mit meiner Mutter darüber, allein ihr ſanfter Zuſpruch und ihre wiederholte Ausſage, daß ich keineswegs gemeint ge⸗ weſen ſei, beruhigten mich endlich gänzlich und ich habe glücklicher Weiſe nie wieder ein ähnliches Ge⸗ ſpräch zwiſchen meinen Eltern zu belauſchen Gelegen⸗ heit gehabt.
Daß ich unter den erwähnten Umſtänden meinen Vater nicht übermäßig liebte, braucht kaum geſagt zu werden, er erſtickte nur zu oft den Durchbruch meines kindlichen Gefühls gegen ihn und trieb ſeine blinde Wuth bisweilen ſo weit, daß ich mich ſogar oft auf der Abſicht we, ihn von ganzem Herzen zu haſ⸗ ſen, wie mir von jeher der Haß gegen alles Böſe und Gewaltthätige eingeflößt worden war. Und nicht allein in Folge der rohen Angriffe, die mir ſelbſt zu Theil wurden, verlor ſich allmälig die Neigung zu meinem Vater ganz aus meiner Bruſt, vielmehr war


