ſprochen haſt? War das die Abſicht des edlen Man⸗ nes, der unglücklichen Mutter—“ „Still! Schweig mir mit Deiner Abſicht, ich
3 enne Dein Geſchwätz ſchon. Was geht mich die Ab⸗ ſicht eines Anderen an— he? Wer hat mir hier etwas zu befehlen,— ich frage, wer?“
Die Antwort meiner Mutter verſtand ich nicht recht, denn ſie wurde mit leiſerer Stimme, die oft von lautem Schluchzen unterbrochen wurde, gegeben, aber mein Vater erwiderte kreiſchend und auf meine Mutter losſchlagend:
„Jetzt iſt es mit meiner Geduld vorbei! Da haſt Du Dein Theil! Und nun bekenne augenblicklich, was ich wiſſen will und nie erfahren kann. Wer war der edle Mann, der verfluchte Vater von der erbärm⸗ lichen Beſtie, ſprich, ich will es wiſſen, oder Deine letzte Stunde hat geſchlagen!“
Bis hierher hatte ich nur das Gezänk verfolgen können, denn es endigte unerwartet ſchnell. Mein Vater ſelbſt, von einer ehicgun oder einem Anfall von Reue ergriffen, hatte ſich auf ſeinen Stuhl geworfen und meine Mutter war in ihrer Her⸗ zensangſt auf ihre Stube geflüchtet. Daß er mich nicht mit der erbärmlichen Beſtie gemeint hatte, woran ich nach der Verſicherung meiner Mutter nicht mehr


