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einzig und allein dahin, ein Gelehrter von Fach zu werden. Was das Wort„von Fach“ bedeute, wollte mir allerdings noch lange nicht klar werden, allein es
war mir von meinem Großvater, dem Prediger, ein⸗
mal in's Ohr geträufelt und da wirkte es fort und fort, bis es meine Seele entzündet hatte, die mit einer ſeltenen Fähigkeit und Zähigkeit begabt war, alles ein⸗ mal Erfaßte wunderbar ſchnell weiter zu entwickeln und unverwiſchbar feſtzuhalten. Der alte Pfarrer
hatte ſehr bald meine Neigung, ſeinem Wunſche zu
willfahren, erkannt und er ſchürte das ſtille Feuer mit belebendem Hauche, ſo daß er, meine Mutter und ich ſelbſt es endlich als gewiß annahmen, ein Gelehr⸗ ter ſolle und müſſe aus mir werden, was es auch koſten möge und wie es auch bewerkſtelligt wer⸗ den ſolle.
Von dem Augenblicke an, wo ich in der Stadt⸗ ſchule, nach der ich jeden Tag zweimal über den hohen Schloßberg wanderte, da das Hauptſtädtchen unſeres Fürſtenthums jenſeit deſſelben lag, leſen gelernt und
von meiner Mutter weitere Anleitung empfangen hatte,
das Geleſene zu begreifen und meinem Gedächtniſſe einzuprägen, gab es für mich kaum einen anderen,
geſchweige denn einen größeren Reiz als eben das
Leſen ſelbſt. Allerdings war die Hauptquelle, aus


