Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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1 ſeinen Bereich, unter ſeine Hände kam, ſchlug er, ſtrafte er ohne Erbarmen für früher begangene Miß⸗ griffe, für die er ein ungeheures Gedächtniß ent⸗ wickelte; die ihm nahe tretenden Menſchen beſchädigte er, alle erreichbaren Gegenſtände, Möbel, Hausgeräth, vernichtete er und war ſo im Stande, in blinder Wuth ein Werk zu zerſtören, woran er Wochen lang mit Anſtrengung gearbeitet hatte. In dieſem traurigen Zuſtande kannte er keine Achtung vor Geſchlecht und Alter, zwiſchen Fürſt und Bettler machte er wenig Unterſchied; ſeine Frau, mich ſelbſt, die Gartenarbei⸗ ter ewnaf, er mit derſelben ſchonungsloſen Roh⸗ heit, demſelben feindlichen Haſſe, und Jeder, den er von uns mit Würfen oder Püffen erreichen konnte,. fiel unter ſeinen Streichen, bis ſeine Wuth der Er⸗ ſchöpfung wich und ein durch das ganze Haus ſich hörbar machender Schlaf uns und ihn ſelbſt von ſei⸗ nen Leiden befreite. Meine Mutter, ich und ein bra⸗ ves altes Hausmädchen, welches aus der heimat⸗ lichen Pfarre mit der erſteren hierhergewandert war, litten zu ſolchen Zeiten die Qualen der Hölle, und nur wenn, was bisweilen geſchah, der Fürſt oder die Fürſtin ſelber in ſeinen Geſichtskreis traten, mäßigte er ſich vorübergehend, und ſeine erhitzten Wangen und ſeine wild rollenden Augen verriethen dann allein

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